Mit dem Start am 01. Januar 2012 haben die Siemens AG und die RWTH Aachen den ersten externen „Siemens-Forschungsbereich“ weltweit realisiert. Die Kooperation im Themenbereich „Nachhaltige Gewinnung seltener Rohstoffe“ wird mit sechs Millionen Euro gefördert und ließ mehrere Promotionen entstehen. "Eine Kooperation diesen Umfangs und mit einem so anspruchsvollen Forschungsprogramm ist auch für die bei Industriekooperationen sehr gut aufgestellte RWTH Aachen eine Premiere. Ich freue mich sehr, dass Siemens und die RWTH Aachen diesen wichtigen Schritt in der Zusammenarbeit jetzt umsetzen konnten", sagte der Rektor der RWTH Aachen, Prof. Dr. Ernst Schmachtenberg, bei der Unterzeichnung des Vertragswerks im Oktober 2011.

Die unter dem Begriff „Seltene Erden“ zusammengefassten Materialien sind wichtige Rohstoffe in Schlüsseltechnologien und High-Tech-Produkten. Sie können sowohl aus natürlichen Ressourcen als auch durch Recycling gewonnen werden und werden momentan zu 95% in China abgebaut. Auch die Siemens AG verwendet Seltene Erden für eine Vielzahl ihrer Produkte, so beispielsweise für industrielle Antriebe, Generatoren in Windkraftanlagen oder moderne Medizintechnik-Geräte.

Ziel des Forschungsbereichs war es, alternative Rohstoffvorkommen zu analysieren und neue Prozesse für Selten-Erd-Elemente und Recyclingmaterialien zu erschließen.